Breaking Bad

Die Klausuren sind (so gut wie) rum und ich hab nichts mehr zu tun. (Zumindest bis mein Praktikum am Montag losgeht).

Also was mach ich? Nun, zum Beispiel Serien gucken.

Meine aktuelle Neuentdeckung :

Quer durch das Internet schon länger gehyped musste ich mal einen Blick riskieren und was ich davon halte findet sich unter „weiterlesen“

Ich muss ehrlich sagen, die Serie ist definitiv nicht was ich erwartet habe. Als ich die Cover gesehen habe,hatte ich die Vorstellung von einer Mischung aus Dr.House und einem abgebrühten Drogenbaron.

Bekommen habe ich eine Serie in der mit vielen Drama-Elementen und einer Prise bitterbösem, rabenschwarzen Humor… und eine Serie, die, vorallem in Staffel 1, auch als harte Kritik am amerikanischen Gesundheitssystem gesehen wird.

Aber der Reihe nach. Worum geht es genau? (Ich halte es Spoilerfrei, soweit möglich!)

Walter White, seines Zeichens genialer, aber extrem zurückhaltender, Chemiker der es irgendwie geschafft hat als überqualifizierter Chemielehrer an der örtlichen High-School zu landen und dort so wenig verdient das er nebenbei noch Autos waschen muss um seine schwangere Frau Skyler sowie seinen Sohn Walter Junior (Flynn) zu ernähren, erfährt kurz nach seinem 50. Geburtstag, dass er schwer an Lungenkrebs erkrankt ist. Mit extrem geringen Heilungschangen.

Da er von seinem Gehalt keine Chance hat auch nur die rudimentärste Behandlung bezahlen zu können verheimlicht Walter seiner Familie zunächst seine Erkrankung.

Zur gleichen Zeit erfährt Walter von seinem Vetter Hank, einem DEA-Agent (Drogenbehörde) wieviel Geld sich mittlerweile durch Drogenhandel verdienen lässt. Daher bittet Walter Hank ihn zu seinem nächsten Einsatz mitzunehmen. Während des Einsatzes, als die DEA gerade die Wohnung eines Meth-Kochs stürmt, bemerkt Walter wie sein ehemaliger Schüler Jesse, von der Polizei unbemerkt, aus dem Haus flieht. Anstatt ihn seinem Vetter zu melden fährt er Abends zu seiner Adress und bietet ihm einen Deal an: Entweder er geht zur Polizei oder Jesse zeigt ihm wie man Meth kocht.

Durch seine Kenntnisse in Chemie gelingt es Walter Jesses Methrezept erst deutlich zu verbessern und dann so abzuändern, dass sie deutlich größere Mengen günstiger produzieren können.

Von da an taumelt Walter permanent zwischen seinen kriminellen Aktivitäten und seinem „normalen“ Leben hin und her. Immer wieder bricht er den Kontakt zu Jesse ab um auszusteigen während Jesse mit seiner eigenen Drogensucht zu kämpfen hat. Natürlich machen sich die beiden mit ihrem Meth nicht nur Freunde (anfangs eigentlich garkeine) und so lassen auch die ersten Toten nicht lange auf sich warten.

Fazit: Persönlich muss ich sagen, keiner der Hauptcharaktäre in der Serie ist wirklich sympathisch, höchstens Jesse sammelt da Punkte. Walter ist zurückhaltender, verklemmter Mensch (vorallem zu Beginn der Serie) der sich vollkommen von seiner Frau unterbuttern lässt und trotzdem hat er im Verlauf der Serie immer öfter Wutausbrüche, vorallem gegenüber Jesse.

Seine Frau Skyler (Anm: mein persönlicher Hasscharakter in dieser Serie) ist das perfekte Gegenstück zu ihm. Von Folge 1 an unsympathisch gestattet sie niemandem in ihrem Umfeld Fehler, erwartet von jedem, dass er sich für jede Kleinigkeit ausführlich entschuldigt (und das reicht dann auch nicht) und ist generell so unfassbar… bestimmend? Arrogant?

Trotzdem ist die Serie wirklich gut. Walters Wandlung in zum kriminellen wirkt glaubwürdig, die Gründe sind nachvollziehbar (und der Grund, warum die Serie als Kritik am amerikanischen Gesundheitssystem gesehen wird) und auch alle anderen Charaktäre sind sehr gut gespielt und entwickeln sich während der Serie weiter. Die Handlung ist spannend und ich habe es selten erlebt, dass ich eine Serie in der ich vielleicht 2-3 Charaktäre halbwegs mag so gut fand.

 

Zur Zeit verfügbar sind 4 Staffeln, eine fünfte (und letzte) Staffel ist geplant.

 

Kurz und knapp: Ich würde dem ganzen ~7,5/10 geben mit ausdrücklicher Empfehlung sich das anzuschauen!

P.S. 7,5 ist ein guter Wert. Das soll keine Skala wie fast sonst überall sein, wo alles unter 8,5 Rotz ist und alles was halbwegs gut ist 9+ bekommt

  1. 31. Oktober 2012

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